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Johannes G. W. Schröder

 


 

Vor nicht langer Zeit habe ich in einem kleinen Regal meiner Grossmutter einen Stapel mit alten verstaubten Heftern gefunden. Wie sich herausstellte waren es verschiedene Texte, Gedichte und Theaterspiele unseres Urgrossvaters Johannes G. W. Schröder.

Wie sein jüngerer Bruder Rudolf Alexander Schröder war er zeitlebens schriftstellerisch tätig, veröffentlichte jedoch fast nichts. So ist er heute niemandem bekannt und seine Texte warteten, wie gesagt, bis vor kurzem auf bessere Zeiten... Hier sei also der Versuch gewagt einige seiner noch vorhandenen Hinterlassenschaften zugänglich zu machen. Inwiefern sie für den Leser von Interesse sein können ist für mich schwer zu beurteilen, in diesem Sinne freue ich mich auf Rückmeldungen!

Neben den Gedichten bietet der Text Die Jugendzeit des Johannes, welcher eine Art Autobiografie darstellt, einen ersten Einstieg. Betont wird in diesem Text vor allem die religiöse Suche von Johannes Schröder. Seinen grossen Lehrer fand er in Rudolf Steiner und der Anthroposophie. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder Alexander, der sich als Dichter und Theologe ganz dem Protestantismus und der Bekennenden Kirche zuwandte. Weitere Texte werden folgen, je nach Lese- und Abschreibegeschwindigkeit meinerseits...

Geboren wurde Johannes Schröder 1870 als ältester Sohn einer Bremer Kaufmannsfamilie in Calcutta / Indien. Wie sein Vater wandte auch er sich zeitweise dem Kaufmannsberuf zu, wobei ihn verschiedenste  Handelsreisen durch Indien und China führten. Diese längeren Auslandsaufenthalte waren immer mit der Suche nach einem  spirituellen Lebensweg verbunden. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland kreuzten sich in Berlin seine Wege mit Rudolf Steiner. Der Wunsch, dem Zentrum der anthroposophischen Bewegung in Süddeutschland näher zu sein und die Kinder (u.a. meine Grossmutter) auf die erste Waldorfschule in Stuttgart zu schicken, bewog ihn nach Stuttgart zu ziehen. Die meisten seiner Texte sind so auch in Auseinandersetzung mit der Anthroposophie Rudolf Steiners entstanden.

Sein jüngerer Bruder, der Dichter Rudolf Alexander Schröder  beeindruckt bis heute  durch die Vielseitigkeit seiner Gedichte, Erzählungen und zahlreichen Essays, Vorträge und Reden. Bekannt wurde er unter anderem durch seine 1952 gedichtete Hymne an Deutschland, die die Nationalhymne für Deutschland werden sollte, sich letzten Endes aber trotz starker Unterstützung durch den Bundespräsidenten Theodor Heuss nicht gegen das Deutschlandlied durchsetzen konnte.

Zur Beerdigung seines Bruders hat Rudolf Alexander Schröder 1942 eine kurze, aber sehr liebevolle Predigt gehaltenen: „Du bist, was immer du sonst warest und wurdest, im letzten Grunde ein Gottsucher gewesen...“.

 

 

Die Jugendzeit des Johannes

 

Gedichte

 

Märchen und kurze Erzählungen

 

Ex Angelio Lucae -
In den drei Reichen -
Ein Weihnachts-mysterium

 

Ex Angelio Matthaei - Ein Dreikönigsspiel

 

Michael Spiel - Eine Erzählung

 

König David